Photovoltaik finanzieren · Herne und NRW
Photovoltaik in Herne: lohnt sich das noch?
Strom vom eigenen Dach ist deutlich günstiger als Strom aus dem Netz. Gleichzeitig ändern sich gerade die Regeln für die Einspeisevergütung. Hier finden Sie, was jetzt wichtig ist. Für die Umsetzung bringe ich Sie mit Fachbetrieben aus meinem Netzwerk zusammen und kümmere mich um Finanzierung und Absicherung.
- 7,70 ctje eingespeister kWh bis 10 kWp, seit 1. August 2026
- 31.12.Stichtag 2026 laut Gesetzentwurf für die feste Vergütung
- OhneGrundbucheintrag finanzierbar, je nach Vorhaben
Wann lohnt sich Photovoltaik?
Vier Punkte, auf die es ankommt
Ob sich eine Anlage für Sie rechnet, hängt vor allem von Dach, Stromverbrauch und Finanzierung ab.
Selbst verbrauchen lohnt sich
Strom vom eigenen Dach kostet bei einer Anlage mit 5 bis 10 kWp etwa 10 bis 15 Cent je kWh. Strom aus dem Netz kostet rund 30 Cent. Je mehr Sie selbst nutzen, desto schneller rechnet sich die Anlage.
Nicht nur Süddächer
Süden mit etwa 30 Grad Neigung bringt den höchsten Ertrag. Aber auch Ost-West-Dächer und Flachdächer sind oft sinnvoll, weil sich der Strom besser über den Tag verteilt. Für 1 kWp brauchen Sie etwa 5 bis 7 m² unverschattete Fläche.
Mit Speicher mehr selbst nutzen
Ein Vier-Personen-Haushalt mit 5 kWp nutzt ohne Speicher etwa 20 bis 30 Prozent seines Solarstroms selbst. Mit Batteriespeicher sind 50 bis 60 Prozent möglich, mit Wärmepumpe oder E-Auto noch mehr.
Kaufen statt mieten
Mietangebote kosten oft 80 bis 300 Euro im Monat bei mindestens 20 Jahren Laufzeit. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale ist das meist deutlich teurer als ein Kauf. Mit einer Finanzierung gehört die Anlage von Anfang an Ihnen.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Photovoltaik: Was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist“, Stand 26.08.2026.
Finanzierung
PV-Anlage finanzieren: drei Wege
Die meisten Anlagen werden nicht aus dem Ersparten bezahlt. Diese Wege gibt es:
- Modernisierungskredit: Je nach Vorhaben und Betrag ohne Eintrag ins Grundbuch. Das spart Notar- und Grundbuchkosten, und die Anlage gehört von Anfang an Ihnen.
- Förderkredit der KfW (Programm 270): Für Photovoltaik und Speicher. Er wird über eine Bank beantragt, und zwar bevor das Vorhaben beginnt.
- Miete oder Pacht: Keine Anfangsinvestition, aber lange Bindung. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale meist deutlich teurer als ein Kauf.
Welcher Weg zu Ihnen passt, hängt von Betrag, Laufzeit und Ihrer Situation ab. Das kläre ich mit Ihnen im Gespräch. Wichtig ist eine Rate, die zu Ihrem Haushalt passt, nicht die höchste, die möglich wäre.
Was gilt gerade?
Einspeisevergütung 2026 und was ab 2027 geplant ist
- Für Anlagen, die seit dem 1. August 2026 in Betrieb gehen, gibt es 7,70 Cent je kWh für den eingespeisten Strom bis 10 kWp. Für den Anlagenteil über 10 kWp sind es 6,66 Cent. Die Vergütung gilt für das Jahr der Inbetriebnahme und weitere 20 Jahre.
- Seit dem Solarspitzengesetz (Februar 2025) gibt es in Zeiten mit negativen Börsenstrompreisen keine Vergütung. Diese Zeiten werden aber an den Vergütungszeitraum angehängt.
- Geplant ab 2027: Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung soll es für neue kleine Anlagen keine feste Einspeisevergütung über 20 Jahre mehr geben. Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, sollen die bisherige Vergütung behalten.
Ehrlich gesagt: Die Änderung ab 2027 ist noch nicht endgültig beschlossen und kann sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern. Ob eine Inbetriebnahme bis Jahresende bei Ihnen noch klappt, hängt von Fachbetrieb und Netzbetreiber ab. Wer jetzt plant, sollte deshalb früh anfragen.
Quellen: Verbraucherzentrale (Stand 26.08.2026), EMA Energiewelt zum Gesetzentwurf (Stand 09.10.2026). Diese Übersicht ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
So läuft es ab
Von der Idee bis zum eigenen Strom
- GesprächSie erzählen mir von Haus, Dach und Stromverbrauch. Ich melde mich persönlich.
- Angebot aus meinem NetzwerkEin Fachbetrieb aus meinem Netzwerk sieht sich Ihr Dach vor Ort an und erstellt ein passendes Angebot, auf Wunsch mit Speicher.
- Finanzierung & AbsicherungIch kümmere mich um die Finanzierung, je nach Vorhaben auch ohne Grundbucheintrag. Dazu prüfen wir, wie die Anlage richtig versichert ist.
- UmsetzungDer Fachbetrieb montiert die Anlage und meldet sie beim Netzbetreiber an. Ich bleibe Ihr Ansprechpartner.
Wichtig: Wenn Sie Fördermittel nutzen möchten, etwa einen Förderkredit, muss der Antrag in der Regel vor Beginn des Vorhabens gestellt sein. Schon ein Vertrag ohne Förder-Vorbehalt kann als Beginn zählen. Klären Sie das, bevor Sie unterschreiben.
Bild: KI-generiertAbsicherung
Ist Ihre Anlage richtig versichert?
Eine Solaranlage sollte mindestens in die Wohngebäudeversicherung eingeschlossen sein, damit sie gegen Sturm, Hagel, Blitz und Feuer abgesichert ist. Bei größeren Anlagen oder wenn Sie die Anlage mit einem Kredit finanzieren, kann nach Einschätzung der Verbraucherzentrale auch eine eigene Photovoltaikversicherung sinnvoll sein.
Als Versicherungsfachmann prüfe ich gern, ob Ihre bestehende Wohngebäudeversicherung die Anlage schon abdeckt und was gegebenenfalls fehlt.
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Häufige Fragen
Fragen zur Photovoltaik in Herne
Kann ich eine PV-Anlage ohne Grundbucheintrag finanzieren?
Je nach Vorhaben und Betrag ja. Ohne Grundschuld entfallen Notar- und Grundbuchkosten, und die Auszahlung geht in der Regel schneller. Ob es in Ihrem Fall passt, kläre ich mit Ihnen im Gespräch.
Brauche ich eine Baugenehmigung?
Für kleinere Anlagen auf oder an Gebäuden in der Regel nicht. Ausnahmen kann es bei Denkmalschutz oder durch örtliche Bebauungspläne geben. Zur Sicherheit fragen Sie bei der Stadt Herne nach.
Muss ich ein Gewerbe anmelden oder Steuern zahlen?
Als Privatperson mit einer Anlage auf dem eigenen Wohnhaus müssen Sie kein Gewerbe anmelden. Wohnhaus-Anlagen bis 30 kWp sind bei der Einkommensteuer generell nicht mehr zu berücksichtigen. Bei Fragen zu Ihrem Einzelfall hilft Ihre Steuerberatung.
Was muss angemeldet werden?
Die Anlage wird beim Netzbetreiber angemeldet, das übernimmt in der Regel der Installationsbetrieb. Außerdem muss die Anlage, und falls vorhanden der Speicher, im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden.
Wie groß sollte die Anlage sein?
Größere Anlagen sind pro kWp meist günstiger, weil Fixkosten wie Gerüst und Zählerschrank weniger ins Gewicht fallen. Begrenzt wird die Größe vor allem durch Dachfläche und Budget. Denken Sie dabei auch an künftigen Verbrauch, etwa durch Wärmepumpe oder E-Auto.
Welche Gewährleistung gibt es?
Üblich ist eine Gewährleistung von 5 Jahren. Hersteller geben auf Module und Komponenten oft freiwillige Garantien über 10 bis über 20 Jahre. Lassen Sie sich die Garantiebedingungen mit dem Angebot aushändigen.
Wo kann ich Angebote unabhängig prüfen lassen?
Die Verbraucherzentrale bietet einen kostenlosen Angebotsvergleich für Photovoltaikanlagen an. Mehr dazu im Ratgeber der Verbraucherzentrale.